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KREIS GROSS-GERAU - Bis Ende des Jahres 2016 (in Erfelden und Crumstadt bautechnisch bedingt etwas später) wird der Kreis Groß-Gerau von den Unternehmen Telekom und Inexio beihilfefrei, also ohne Beanspruchung öffentlicher Mittel, mit schnelleren Breitbandverbindungen versorgt sein. Der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die beiden Unternehmen hat dem Kreis Investitionen in Millionenhöhe erspart. Durch den jetzt stattfindenden Ausbau wurde die Breitbandversorgung im Kreis Groß-Gerau erheblich verbessert. Jedoch werden die Ausbauziele des Bundes und des Landes Hessen hierdurch noch nicht erreicht, sagt Thomas Schmitt, Breitbandkoordinator des Kreises Groß-Gerau. Ziel im Bereich der Privathaushalte ist eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s. Darüber hinaus bestehen noch Defizite bei der Versorgung der Gewerbegebiete sowie der Bildungs-, Verwaltungs- und Sicherheitseinrichtungen (zum Beispiel Schulen, Rathäuser, Rettungsdienste).

Die bestehenden Defizite und die erforderlichen Gegenmaßnahmen werden nun bei einer weitergehenden Erhebung ermittelt. Denn das Thema Breitbandausbau hat weiter Priorität, betont Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer die Bedeutung der Infrastrukturmaßnahme für die Bevölkerung und für Unternehmen:  „Derzeit kann es sich niemand erlauben, dieses Thema zu vernachlässigen.“

Die für die Untersuchung benötigte Beratungsleistung kann in vollem Umfang durch bereits bewilligte Bundesfördermittel finanziert werden, betont Thomas Schmitt. Bei einem Auftakttermin Mitte Oktober im Landratsamt, an dem Walter Astheimer, Thomas Schmitt und für das beauftragte Beratungsunternehmen Broadband Academy dessen Geschäftsführer Oliver Laible teilnahmen, wurden die Eckpunkte festgelegt. Das Ziel ist in erster Linie, noch bestehende Versorgungslücken zu schließen und aus den für den weiteren Ausbau derzeit zur Verfügung stehenden Fördermitteln des Bundes und des Landes einen möglichst hohen Förderanteil für den Kreis Groß-Gerau zu generieren.

Die Förderquote, die insgesamt bis zu 90 Prozent betragen kann, ist jedoch von vielen Rahmenbedingungen abhängig, die Chancen auf einen Zuschlag und die erzielbare Förderquote sind derzeit noch nicht konkret absehbar. Im Zuge der nun laufenden Erhebung soll ein entsprechender Förderantrag bereits vorbereitet werden.  „Wenn wir es nicht versuchen, können wir gar keine Fördermittel erhalten“, waren sich alle beim Auftakttreffen einig. Spätestens im Mai 2017 sollen die Ergebnisse der Erhebung vorliegen und die nächsten konkreten Schritte geplant werden.

 

Quelle: GG24.de 29.10.2016
Grevenbroich.
Mit dem schnellen Internet geht es voran. In etwa 90 Prozent des Stadtgebietes sind die Bandbreiten richtig gut und beim Versorgungsgrad mit schnellem Netz liegt Grevenbroich an der Spitze des Rhein-Kreises.

Das teile Bürgermeister Klaus Krützen dem Rat mit. Fast überall sind Bandbreiten bis zu 50 Megabit/Sekunde und mehr vorhanden. Mit einem Versorgungsgrad von 82,9 Prozent für bis zu 100 MBit/s liegt Grevenbroich aktuell an der Spitze des Rhein-Kreises.

Durch die Aktivitäten der Telekom mit dem Vectoring-Ausbau, der Deutschen Glasfaser mit dem Aufbau eines komplett neuen Glasfasernetzes in einigen Stadtteilen und dem ergänzenden Angebot von Unitymedia konnte dieser hohe Versorgungsgrad erreicht werden, unterstrich der Verwaltungschef.

In der Stadt verbleiben damit nur noch wenige sogenannte "weiße Flecken", in denen nur mit Geschwindigkeiten von unter 30 MBits/s im Internet gesurft werden kann. In diesen Orten, so Krützen, sei kein Anbieter innerhalb der nächsten drei Jahre bereit, einen eigenwirtschaftlichen Ausbau zu realisieren. Genannt wurden Busch und Gubisrath, der Bereich "Am Gather Hof" und ein Teil des Industriegebiets Ost.

Auch diese Orte haben die Möglichkeit, künftig mit schnellem Internet versorgt zu werden. Der Rat gab jetzt ein einstimmiges Votum für einen Kooperationsvertrag mit dem Rhein-Kreis. Der will im Auftrag der Städte und Gemeinden bei Bund und Land einen Förderantrag stellen, um bislang unterversorgte Gebiete durch Telekommunikationsanbieter ausbauen zu lassen.

Zielwert ist eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Megabit/Sekunde, falls technisch und wirtschaftlich möglich, auch mehr. Ob der Antrag Erfolg hat, wird voraussichtlich erst Anfang 2017 feststehen. Bis dahin wird der Projektträger des des Bundes auf der Basis eines aufwendigen Bewertungsverfahrens entscheiden, welche Kommunen das Fördergeld bekommen.

Um den Kooperationsvertrag vorzubreiten, hatte das Beratungsunternehmen Broadband Academy die Internetversorgung im Rhein-Kreis analysiert und unterversorgte Bereiche identifiziert.

 

Quelle: NGZ Online

03. Oktober 2016
Rhein-Kreis Neuss.
Für Unternehmen ist schnelles Internet längst ein harter Standortfaktor. Bei der Breitbandversorgung hinken jedoch viele Kommunen hinterher - und kennen mitunter nicht mal die Versorgungslücken. Von Andreas Buchbauer
 

Die Vermessung der Welt findet längst in Gigabits statt. Digitalisierung, Industrie 4.0, smarte Technologien und das Internet der Dinge - laut Bundeswirtschaftsministerium könnte die Wirtschaftsleistung in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 82 Milliarden Euro steigen, wenn digitale Technologien konsequent genutzt würden. Bei der Ansiedlung von Firmen spielt die Breitbandversorgung eine zentrale Rolle, sie ist inzwischen ein genauso harter Standortfaktor wie klassische Infrastrukturfragen, zum Beispiel die Anbindung ans Verkehrsnetz. Blöd nur, dass sich die digitale Autobahn mitunter ausnimmt wie ein holpriger Feldweg - und dass es bei der Vermessung der Gigabit-Welt erheblichen Nachholbedarf gibt.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, redet nicht lange um den heißen Brei. "Ich würde gerne einen genauen Überblick haben, wo Unterversorgung herrscht und wie die Gewerbegebiete in Sachen Breitband aufgestellt sind", sagt er. "Aber in Sachen Kenntnis und Transparenz sind viele Kommunen nicht so weit, wie gewünscht."

Zu lange wurde in den Rathäusern im Dornröschenschlaf verharrt. "Viele Kommunen haben keinen Überblick über das Versorgungsangebot in ihrem Beritt", betont Steinmetz. Enttäuschend sei dies. Ohne Bestandsaufnahme fehle schließlich die zentrale Grundlage, um gegenzusteuern - und das sei unabdingbar, um im Wettbewerb zu bestehen und für die Zukunft gerüstet zu sein. "Schnelles Internet gehört zur Daseinsvorsorge einer Kommune", sagt Steinmetz.

Bei der Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik wies Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Ende Juni in Neuss auf die Bedeutung einer funktionierenden Breitbandstrategie hin. Gewerbegebiete, die noch keine Gigabit-Versorgung hätten, müssten dringend ans schnelle Netz angeschlossen werden. Dazu plant sein Ministerium ein Sonder-Förderprogramm, das unterversorgte Gewerbegebiete mit Glasfaser ans schnelle Internet anbinden soll. Es gehe darum, den Rahmen für die "Gigabit-Gesellschaft" zu schaffen. Dazu sollen Mittel in Höhe von 350 Millionen Euro bereitgestellt werden. Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär (CSU) betonte mit Blick auf Versorgungsraten von zum Teil lediglich 50 MBit/s, die in Gewerbegebieten alles andere als Ausnahmen sind: "Das ist keine Datenautobahn, sondern eher ein Schotterweg."

 

Das sieht auch Jürgen Steinmetz so. "Eine Versorgung mit 50 MBit/s ist zu wenig. Da ändert auch eine Brückentechnologie wie Vectoring nichts", sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer. "Das, was der Bundesverkehrsminister angekündigt hat, geht in die richtige Richtung."

Beim Rhein-Kreis Neuss wird daran gearbeitet, sich für den Wettbewerb zu rüsten. In Kooperation mit dem Unternehmen "Broadband Academy" wird derzeit ein Breitband-Kataster erstellt. Ziel ist es, die für einen öffentlich geförderten Breitbandausbau in Frage kommenden sowie unterversorgten Wohn- und Gewerbegebiete im Kreis zu benennen. Für diese Gebiete sollen Vorschläge für eine Breitbandausbau-Planung gemacht werden. "In Kürze liegen die Ergebnisse unseres Breitband-Katasters vor", sagt Kreisdirektor Dirk Brügge.

Zudem wirkt der Rhein-Kreis Neuss im regionalen Zentrum Düsseldorf für die digitale Wirtschaft mit. In der Landeshauptstadt soll einer von insgesamt sechs sogenannten DWNRW-Hubs entstehen. In der vergangenen Woche gab es grünes Licht für Fördermittel vom Land. Die Hubs sollen als Schaltstellen fungieren, um die Zusammenarbeit zwischen klassischer Industrie und Start-ups voranzutreiben - mit dem Ziel, gemeinsam digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das Land NRW fördert die DWNRW-Hubs mit bis zu 12,5 Millionen Euro.

Quelle: NGZ

12. Juli 2016

PRESSEMITTEILUNG


Vertrag unterzeichnet! Landkreise Nordhessens beauftragen Bauunternehmen für Breitband-Ausbau


Kassel/Bad Hersfeld, 30. Juni 2016 – Nordhessen ist dem Highspeed-Internet einen großen Schritt näher gekommen - für das Großprojekt Breitbandausbau

stand jetzt der nächste große Meilenstein an. Am Donnerstag haben die fünf nordhessischen Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenbergund Werra-Meißner nach europaweiter Ausschreibung den Generalunternehmer beauftragt, der sämtliche Bau- und Planungsmaßnahmen übernehmen wird. Einem zeitnahen Beginn der Bauarbeiten am Glasfasernetz steht somit nichts mehr im Weg.


Die Vertragsunterzeichnung mit der Weigand Bau GmbH aus Bad Königshofen fand im Landratsamt in Bad Hersfeld statt. Landrat Dr. Michael Koch, Vorsitzender der Breitband Nordhessen GmbH: „Schnelles Internet ist heute ein Muss für Firmen ebenso wie für Privatpersonen. Mit unserer gemeinsamen nordhessischen Initiative stärken wir aktiv die Attraktivität des ländlichen Raumes,denn durch ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsinternet bleibt unsere Region ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum.“ Der Generalunternehmer wird als Nächstes die Feinnetzplanung für das gesamte Ausbaugebiet vornehmen und planmäßig bereits im Herbst 2016 mit dem Ausbau beginnen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten 150 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.


Marco Weigand, Geschäftsführer der Weigand Bau GmbH: „Wir freuen uns, die fünf Landkreise beim Ausbau der Glasfaservernetzung zu unterstützen. Die Genehmigungsplanung wird jetzt der entscheidende Faktor sein, um zügig voran zu kommen.“ Die Weigand Bau GmbH wird nach der Feinnetzplanung die Leerrohre und Glasfaserkabel bis zu den Verteilerschränken verlegen. Im Anschluss wird die Netcom Kassel als Netzbetreiber die aktive Technik in die Verteilerschränke einbauen und die Kunden versorgen.


Über 100 Kommunen werden von der Glasfaservernetzung profitieren. Geschäftsführerin Kathrin Laurier blickt voller Zuversicht auf den geplanten Ausbau: „Dank der guten Zusammenarbeit der Landkreise haben wir einen weiteren Meilenstein zur Umsetzung eines schnellen Internets in Nordhessen hinter uns gelassen. Jetzt freuen wir uns gemeinsam auf die Ausbauphase.“


Die fünf Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner haben sich bereits 2014 zur „Breitband Nordhessen GmbH" zusammengeschlossen, um beim Ausbau des Highspeed-Internets eigene Wege zu gehen. Nordhessen kümmert sich selbst um die gesamte Koordination und den Ausbau der Glasfaservernetzung in der Region. Landrat Dr. Michael Koch danke in diesem Zusammenhang der Hessischen Landesregierung, dem Regierungspräsidium sowie dem Regionalmanagement Nordhessen für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.


Die Firma Weigand Bau GmbH hat jahrelange Erfahrung im Bereich der Breitbanderschließung. Sie übernimmt im Projekt die Ausführungs- und Netzplanung und realisiert die Bauarbeiten zur Errichtung des passiven Netzes in den fünf Landkreisen. Sie hat bereits zahlreiche vergleichbare Projekte in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Die Kabelleitungstiefbauarbeiten sollen in konventioneller offener Bauweise, aber auch mit Kabelpflug- und Grabenfrästechnik, sowie mit dem Einsatz von Horizontalbohranlagen inklusive modernster Felsbohrtechnik erbracht werden.


Die Breitband Nordhessen GmbH wurde im Februar 2014 von den fünf nordhessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner gegründet. Sie setzt sich für den flächendeckenden Ausbau eines Hochgeschwindigkeitsinternets ein. Die Breitband Nordhessen GmbH koordiniert die gesamte Abwicklung und den Ausbau der Glasfaservernetzung in den nordhessischen Landkreisen. Sowohl Gewerbetreibende als auch Privathaushalte sollen im Ausbaugebiet mit Breitbandanschlüssen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden.


Pressekontakt
Breitband Nordhessen GmbH
Kathrin Laurier
Geschäftsführerin
Ständeplatz 13, 34117 Kassel, Germany
Tel.: +49 561 97062-14
Fax: +49 561 97062-22
E-Mail: laurier@breitband-nordhessen.de
www.breitband-nordhessen.de

 

Quelle: Breitband Nordhessen GmbH, vom 30.06.2016

30.06.2016

Wer in Hamburg künftig einen Internetanschluss beantragt, soll – egal ob Unternehmen oder Privatperson – dabei im gesamten Stadtgebiet auf eine schnelle Datenleitung zurückgreifen können. Noch sieht die Realität anders aus. Bereits im vergangenen Jahr hatte der rot-grüne Senat daher das Ziel ausgerufen, die Lage in der Stadt zu verbessern. Nun hat ein externer Dienstleister die Arbeit aufgenommen, wie eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Carsten Ovens ergab, die der "Welt" vorliegt.

Eine genaue Übersicht, welche Straßen in der Hansestadt überhaupt als "unversorgt" gelten, gibt es bisher allerdings nicht – lediglich einen Überblick über Versorgungslücken in grob abgesteckten Gebieten. Dazu zählen in Hamburg beispielsweise weite Teile der Vier- und Marschlande, Gebiete in Rissen und Sülldorf, am Altonaer Volkspark und in Wandsbek.

Dort können Internetnutzer nicht einmal auf eine Bandbreite von mindestens 30 MBit pro Sekunde zugreifen. Mit der Agenda des rot-grünen Senats soll sich das ändern. Erste belastbare Zwischenergebnisse der Erhebung unterversorgter Straßenzüge sollen Ende Juni vorliegen, insgesamt soll der Ausbau aber Jahre dauern. Mit einem Beginn wird nach Angaben des beauftragten Dienstleisters, der Broadband Academy GmbH, frühestens in einem Jahr gerechnet, wie es in der Senatsantwort auf die Anfrage des CDU-Abgeordneten Ovens heißt.

 

Vollständiger Artikel: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article154100403/Turbo-Internet-fu...

 

07.04.2016

Der Rhein-Kreis Neuss und die Broadband Academy GmbH aus Kornwestheim stellen jetzt gemeinsam die Weichen für den Breitbandausbau. Ziel ist das von vielen Bürgerinnen und Bürgern gewünschte flächendeckende schnelle Internet in allen Orten. Bei einer "Kick- off"-Veranstaltung im Grevenbroicher Ständehaus sind jetzt die wichtigsten inhaltlichen und zeitlichen Schritte konkretisiert worden. "Beim digitalen Wandel gilt es mit an der Spitze zu stehen, denn eine flächendeckend schnelle Internetverbindung ist heute auch ein klarer Wettbewerbsvorteil für unsere Region und ihre Unternehmen", so Kreisdirektor Dirk Brügge.

Am 31. März wurde bereits ein sogenanntes Markterkundungsverfahren gestartet. Dazu werden Informationen über die Aktivitäten der Infrastrukturbetreiber wie Deutsche Telekom, Deutsche Glasfaser, Unitymedia oder NetCologne sowie Daten über die vorhandenen Breitbandverbindungen gesammelt. Ziel des Projekts ist es, die für einen öffentlich geförderten Breitbandausbau in Frage kommenden sowie heute und auch in absehbarer Zukunft unterversorgten Wohn- und Gewerbegebiete im Rhein-Kreis Neuss zu benennen. Für diese Gebiete werden dann fachlich und wirtschaftlich fundierte Vorschläge für eine Breitbandausbau-Planung gemacht.

"Am 31. Juli soll das Projekt beendet sein", berichtet Brügge. Er und Broadband-Academy-Geschäftsführer Oliver Laible sowie Marcus Temburg, der Leiter des Amtes für Entwicklungs- und Landschaftsplanung, und dessen Mitarbeiter Thomas Lörner zeigten sich zuversichtlich, in diesem Zeitrahmen die wichtigsten Erkenntnisse und Planungsschritte zusammentragen und mit den Kommunen gemeinsam abstimmen zu können.

Kreisdirektor Brügge war im Januar mit einer finanziellen Zusage aus Berlin zurückgekommen: Aus den Händen von Bundesminister Alexander Dobrindt erhielt er einen Förderbescheid über 50 000 Euro. Mit dem Geld kann der Rhein-Kreis Neuss Beratungsleistungen für schnelles Internet bezahlen und Antragsunterlagen für eine Bundesförderung seiner Projekte erstellen. In einem zweiten Schritt will das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Kommunen und Landkreise mit jeweils bis zu 15 Millionen Euro fördern, um den Breitbandausbau zu realisieren.

Der Rhein-Kreis Neuss möchte mittelfristig eine flächendeckende Internetverbindung über Glasfasernetze mit einer Übertragungsrate von 100 Megabit/Sekunde in jeden Haushalt und in jeden Betrieb erreichen. Die Versorgung stellt sich bisher in den Städten und Gemeinden an Rhein, Erft und Gillbach unterschiedlich dar. So sind vor allem die größeren Ortszentren bereits relativ gut mit schnellem Internet ausgerüstet. In den Dörfern und Randlagen stellt sich die Lage jedoch als problematisch dar. Gleiches gilt in vielen Gewerbegebieten, da die Zahl der Kunden pro Flächeneinheit dort geringer als in Wohngebieten ist und solche Areale für die Anbieter weniger attraktiv für den Netzausbau sind.

 

14.04.2016

Der Weg für den flächendeckenden Breitbandausbau mit 50 Mbit/s im Saarland ist frei. Das Projekt „NGA-Netzausbau Saar“ in Trägerschaft des kommunalen Zweckverbandes eGo-Saar konnte sich im bundesweiten Förderwettbewerb durchsetzen. An den Projektkosten von insgesamt rund 13 Mio. Euro wird sich das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit einer Förderung von bis zu 7,8 Mio. Euro (60 % des Gesamtmittelbedarfs) beteiligen. Dies teilte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer Ende vergangener Woche in Berlin mit.


Damit gehört das Saarland zu den bundesweit ersten Regionen, die eine Unterstützung für den Ausbau von NGA-Infrastrukturen aus dem Förderprogramm des BMVI erhalten. Gleichzeitig ist das Saarland das erste Bundesland, in dem mit Hilfe des Bundes die 50-Mbit/s-Breitbandversorgung flächendeckend ausgebaut werden kann. Die Staatskanzlei wird die Förderung des BMVI aus eigenen Mitteln um
weitere 30 % des Zuschussbedarfes (rund 3,9 Mio. Euro) aufstocken. Die übrigen 10 % des Zuschussbedarfs (rund 1,3 Mio. Euro) verbleiben als kommunaler Eigenanteil.

Bundesweit gibt es kein vergleichbares Projekt, das sich den Ausbau eines gesamten Bundeslandes zum Ziel gesetzt hat. Vor diesem Hintergrund bedeutet der Zuwendungsbescheid aus Berlin für Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer mehr als nur die Sicherstellung der Projektfinanzierung. „Unser Projekt ist ein gutes Beispiel für gelungene interkommunale Kooperation. Ein gemeinsamer Förderantrag für alle unterversorgten Bereiche des Landes war – noch dazu in so kurzer Zeit – nur dank der vorbildlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Kommunen, des eGo-Saar und der Landesregierung möglich. Damit konnten wir eine besondere ‚Stärke‘ unseres Landes ausspielen“, so Annegret Kramp-Karrenbauer.

Mit dem Geld aus Berlin steht die Finanzierung des landesweiten NGA-Netzausbaus nun auf soliden Beinen. Der eGo-Saar kann jetzt konkret mit der Umsetzung des Projektes beginnen. Für die Zukunft rechnet der Vorsitzende des kommunalen Zweckverbandes eGo-Saar, Bürgermeister Werner Laub, mit einem zügigen Projektfortschritt: „Der positive Bescheid des Bundes zeigt, dass unser strategischer
Ansatz richtig ist. Ich bin mir sicher, dass wir unser Ausbauprojekt nach Erreichung dieses wichtigen Meilensteins nun im Schulterschluss aller Beteiligten zügig weiter vorantreiben können und erwarte schon für das nächste Jahr eine spürbare Verbesserung der Breitband-versorgung im Land.“

Neben einem zügigen NGA-Breitbandausbau ist auch der Aufbau des gemeinsamen Verwaltungsnetzes „Saarland Netz 2017“ die Voraussetzung dafür, die Digitalisierung im Saarland weiter voranzutreiben und die mit ihr verbundenen Chancen bestmöglich zu nutzen. Durch dieses Verwaltungsnetz soll die Zusammenarbeit innerhalb der Kommunen und zwischen Land und Kommunen erleichtert werden.

Das Saarland hat mit Blick auf den Breitbandausbau im bundesweiten Vergleich eine gute Ausgangsposition, denn rund 71 % der saarländischen Haushalte können schon heute über NGA-Bandbreiten („Next Generation Access“) von mindestens 50 Mbit/s verfügen. Deshalb war es für Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und die saarländischen Kommunen ein besonderes Anliegen, die auf absehbare Zeit verbleibenden Versorgungslücken durch Bundesförderung weiter zu schließen: „Wir möchten erreichen, dass alle Menschen und Unternehmen im Saarland einen Anschluss an die Datenautobahn erhalten. Der Ausbau von NGA-Netzen trägt maßgeblich dazu bei, landesweit gleichwertige Lebensverhältnisse wie auch wirtschaftliche Entwicklungschancen zu schaffen“, betonten Ministerpräsidentin
und Bürgermeister Werner Laub, Vorsitzender des kommunalen Zweckverbandes eGo-Saar bei der Pressekonferenz heute in Saarbrücken.

Weitere Informationen

In Bereichen, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht von privaten Telekommunikationsanbietern ans NGA-Netz („Next Generation Access“) angebunden werden, kann der Ausbau mit staatlichen Zuschüssen verwirklicht werden. Für das gesamte Bundesland beziffert die Breitbandstudie Saarland den Zuschussbedarf auf rund 13 Mio. Euro. Der Start des NGA Förderprogrammes des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im November 2015 eröffnete für das Saarland eine konkrete Perspektive zur Finanzierung des landesweiten Ausbaus.

Im Dezember 2015 wurden vor diesem Hintergrund die Weichen für ein landesweites Ausbauprojekt gestellt, das von vielen Schultern getragen wird. Auf Initiative der Ministerpräsidentin einigten sich Landesregierung, der kommunale Zweckverband eGo-Saar und die saarländischen Kommunen auf ein gemeinsames Ausbauprojekt in Trägerschaft des eGo-Saar, der dank der bei ihm angesiedelten und von der Staatskanzlei finanzierten kommunalen Breitbandberatungs- und koordinierungsstelle über hohe Kompetenzen mit Blick auf den geförderten Breitbandausbau verfügt. Das auf den Namen „NGA-Netzausbau Saar“ getaufte Projekt umfasst den Netzausbau aller Bereiche des Saarlandes ohne marktgetriebene Versorgungsperspektive in einer einzigen, zentral gesteuerten Maßnahme und zielt auf Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s. Neben einem kleineren Eigenanteil der Kommunen soll das rund 13 Mio. Euro teure Projekt vornehmlich
aus Bundes- und Landesmitteln finanziert werden. Mit den umfänglichen Vorarbeiten zur Stellung eines Förderantrages beim Bund begann der eGo-Saar in Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei unmittelbar nach dieser Weichenstellung und reichte Ende Januar – nach nur
zwei Monaten und noch vor Ende des ersten Förderintervalls – einen fundierten Förderantrag beim BMVI ein.

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25.04.2016